.....meine Arbeitsbewilligung sowie mein Mietvertrag (fuer meinen: "Iglu"...obwohl jetzt geht es wieder...) verlaengert wurden und ich brav meine Steuererklaerung fuer 2008 abgegeben habe steht nur noch dieses kleine aber feine Problem der Aufenthaltsbewilligung im Weg und dies artete in den letzten Tagen zu einem groeszeren Problem aus als am Anfang gedacht.
Ging es noch letztes Jahr flott inerhalb von drei Tagen (wenn erst mal alle Dokumente abgegeben wurden und man noch kurz mit einem Angestellten sprach...) so stehen einem seit heuer aufwendigere Probleme im Weg.
Die 2008 gewaehlte Vorgangsweise ist seit dem Beitritt zur Ukraine zur WTO naemlich hinfaellig. Beitritte zu solchen Organisationen sollen auch zu einem Teil das Leben fuer die teilnehmenden Laender irgendwie erleichtern doch schaffte es die Ukraine (wenig ueberraschend) das Gegenteil zu erreichen, zumindest was die Visaangelegenheiten betrifft. Dies erklaerte mir eine sogar fuer ukrainische Verhaeltnisse an Unfreundlichkeit kaum mehr zu ueberbietende Mitarbeiterin der fuer Aufenthaltsfragen zustaendigen ukrainischen Behoerde "OBIR". Auch liesz sich zu meiner vollkommenen Ueberraschung keine andere Moeglichkeit finden....
Vielmehr erklaerte sie:
"Der entsprechende Weg waere jetzt zuerst bei der ukrainischen Botschaft desjenigen Landes aus dem man kommt ein sogenanntes "IM1 Visum" fuer seinen Pass zu beantragen, dies auch zu bekommen und dann mit diesem Visum wieder zur "OBIR" - Behoerde mit einem Haufen von Dokumenten zu kommen und dann bekommt man spaeter den endgueltig wichtigen Stempel in seinen Pass!".
Jedenfalls habe ich das so richtig verstanden; die von mir ins Auge gefasste Variante eines mehrjaehrigen Businessvisums wurde nicht akzeptiert da ich in der Ukraine ein Gehalt beziehen will und dafuer auch Steuern bezahlt werden.
Also heiszt es jetzt auf zur ukrainischen Botschaft nach Wien/ Oesterreich um dort den Antrag abzugeben Ein weiteres Dokument das mit dem Antrag mit abgegeben werden muss ist eine Gesundheitsbescheinigung eines ukrainischen Arztes, dass man fit genung ist um in der Ukraine arbeiten zu koennen und diese Bescheinigung holte ich mir auch aber
darueber das naechste Mal mehr wenn sie mich fragen lesen:"Was heiszt das ich bin im falschen Krankenhaus?!" meint
Gert
Freitag, 23. Januar 2009
Dienstag, 13. Januar 2009
Nachdem sich die Temperaturunterschiede...
...zwischen der gesunden Kiever Stadtluft (das ist die Kiever ... obwohl ein Luftkurort wird das wohl nie hier werden...) und meinem Apartment sich im Zehntelbereich bewegen (letzte Woche war es wirklich kalt, ich fing schon an "Nicki" Lieder zu singen à la "Mir wird nix passieren, i werd niemals friern weil i imma noch an Engaln glaub...." (ob dieses Lied deutsche Himalaja Bergsteiger auch singen...hm...am besten im Chor...) ....doch worum geht es mir eigentlich...ach ja....ich habe schon lustigere Sachen gemacht als bei -19 Grad auf den Bus zu warten und zu warten und zu warten....vorallem wann die auftauchen wird immer interessanter, da kommt binnen 5 Minuten zwei Mal derselbe und dann 45 Minuten keiner....da musz man wirklich alle Nostradamus - Buecher gelesen haben um vorauszuahnen wann der Umstand des Buseinsteigens wieder vonstatten geht....ich habe von einem Ukrainer gehoert, dass ein Land nur dann als zivlisiert gelte wenn es ueber Busfahrplaene verfuegt und die Busse (oder besser die Fahrer) sich danach halten...dass er dabei nicht gerade Werbung fuer sein eigenes Land gemacht hatte war ihm auch klar doch.... nur wie kann man in der jetzigen Situation keine Werbung fuer die Ukraine machen wo man doch schon das das alte Lied singt:"Sag wer hat das Gas gestoheln, gib es wieder her, sonst kommt Dich der Putin holen mit dem ...... lassen wir das.....oder die Fraktion: "Kwas statt Gas" immer mehr an Bedeutung gewinnt...) goennte ich mir einen kleinen Spaziergang am Sonntag Vormittag der mich ueber verspaetete Weihnachtsgruesze von Vaeterchen Frost

bis zum zugefrorenen Dnjepr Fluss fuehrte.

Die Alarmanlage in meiner Wohnung schaltete ich nicht ein, die ist naemlich kaputt. Natuerlich rief ich sofort meine Vermieterin und die sagte, dass dies wohl an der tiefen Temperatur liegen koennte! "Was jetzt, liegt es an der Kaelte in der Wohnung?", fragte ich nochmal nach um sicherzugehen, dass wir nicht aneinander vorbeireden, wobei mir die Antwort "Moeglich..." von ihrer Seite doch etwas zu denken gab.
Als am spaeten Nachmittag ich mich noch im Hitchock Film "Die Voegel" sah


beschloss ich besser meinen Mund zu halten (zum Wohle der Menschheit) denn wer weisz was sonst noch so passiert meint
Gert
bis zum zugefrorenen Dnjepr Fluss fuehrte.
Die Alarmanlage in meiner Wohnung schaltete ich nicht ein, die ist naemlich kaputt. Natuerlich rief ich sofort meine Vermieterin und die sagte, dass dies wohl an der tiefen Temperatur liegen koennte! "Was jetzt, liegt es an der Kaelte in der Wohnung?", fragte ich nochmal nach um sicherzugehen, dass wir nicht aneinander vorbeireden, wobei mir die Antwort "Moeglich..." von ihrer Seite doch etwas zu denken gab.
Als am spaeten Nachmittag ich mich noch im Hitchock Film "Die Voegel" sah
beschloss ich besser meinen Mund zu halten (zum Wohle der Menschheit) denn wer weisz was sonst noch so passiert meint
Gert
Mittwoch, 7. Januar 2009
Erinnern sie sich noch....
....an die Geschichte von Vaeterchen Frost von letzter Woche? Geruechtenzufolge wird er von seiner kleinen Enkelin Snegurochka (im Deutschen mit Schneefloeckchen uebersetzt, dabei....) und was es mit ihr so auf sich hat lesen sie bitte unten stehend (auch gefunden auf: http://www.nachrussland.de):
Schneeflöckchen
Vor langer Zeit lebte der Bauer Iwan mit seiner Frau Maria. Sie liebten sich und lebten miteinander in Harmonie. Und doch waren sie nicht glücklich, denn sie hatten keine Kinder. Die Zeit verging und sie wurden immer älter. Vor Kummer wurden sie ganz traurig und das Einzige, was ihnen Freude bereitete, war den Kindern anderer Leute zuzuschauen.
Eines Tages hatte es im Winter stark geschneit. Die Kinder liefen auf der Strasse herum und spielten im Schnee. Die beiden Alten nahmen am Fenster Platz, um sich am Anblick der Kinder zu erfreuen. Die Kinder liefen vergnügt umher, spielten und begannen einen Schneemann zu bauen. Da überlegte Iwan und sprach zu Maria: "Wie wäre es, komm, wir bauen auch einen Schneemann!" Maria gefiel die Idee: "Warum nicht? Wir spielen auch ein bisschen. Wir wollen aber keinen Schneemann bauen, sondern ein Schneemädchen. Gott hat uns kein lebendiges Kind gegeben, deshalb bauen wir uns eins aus Schnee!"
"Wahrhaftig eine gute Idee" erwiderte Iwan, setzte seine Mütze auf und ging mit der Frau in den Hof. Dort machten sie sich an die Arbeit. Sie bauten aus Schnee einen Körper mit Armen und Beinen, setzten einen runden Schneeball darauf und formten aus diesem einen Kopf. "Grüß Euch Gott. Was macht Ihr da?" - fragte ein Mann, der vorbei kam.
"Ich grüße Euch. Seht selbst, das ist unser ... Schneeflöckchen" - antwortete Maria und lachte. Da machten sie ein Näschen, einen Mund und plötzlich... kam warmer Atem aus dem Mund des Schneemädchens. Es öffnet seine Augen und die waren von reinstem Blau und die Lippen wurden zu tiefem Rot und begannen, freundlich zu lächeln. Da neigte Schneeflöckchen den Kopf, als ob es lebendig war, und wackelte mit Armen und Beinen wie ein Wickelkind.
"Was ist das? Das kann doch nicht wahr sein“ murmelte Iwan und bekreuzigte sich. "Ach, Iwan, Iwan!" - rief Maria aus und zitterte vor Freude. "Gott hat uns ein Kind geschenkt!" Maria küsste Schneeflöckchen und umarmte sie. Da fiel der Schnee vom Mädchen ab wie eine gesprengte Eierschale, und es stand ein lebendiges Mädchen vor ihnen. "O, mein liebes Schneeflöckchen!" Maria freute sich unendlich und führte das Mädchen ins Haus. Iwan konnte das Wunder noch gar nicht begreifen und folgte ihnen.
Seitdem lebte Schneeflöckchen bei Iwan und Maria. Sie wuchs schnell und wurde schöner von Tag zu Tag. Lange Zeit lebten sie glücklich und nun besuchten viele Kinder ihr Haus. Schneeflöckchen spielte und sang mit ihnen, und diese lehrten sie alles, was sie selbst wussten. Schneeflöckchen war brav und klug, lernte und merkte sich alles schnell.
Bis zum Ende des Winters wuchs sie heran zu einem dreizehnjähriges Mädchen, das bereits alles verstand wie eine junge Frau. Man konnte mit ihr äber alles sprechen oder ihr den ganzen Tag zuhören, weil sie so eine wunderschöne Stimme hatte. Und sie war immer freundlich zu allen und bescheiden. Im Haushalt half sie Maria bei aller Arbeit. Sie war wunderhübsch, die Haut weiß wie Schnee, die Augen blau wie Vergissmeinnicht, die Haare so lang, dass ihr Zopf bis zum Gürtel ging. Sie war immer gut gelaunt. Maria und Iwan waren sehr glücklich, besonders Maria. "Schau, Iwan!" - pflegte sie zu sagen - "Was für ein Geschenk haben wir von Gott in unserem Alter bekommen! Unser Kummer ist jetzt vorbei!"
Iwan antwortete: "Gott sei dank! Doch die Freude ist nicht ewig, so wie der Kummer nicht unendlich ist!"
Der Winter verging. Die Frühlingssonne blitzte fröhlich am Himmel und es wurde wieder wärmer. Auf den Wiesen erschien das erste Gras und die Vögelchen zwitscherten. Schöne Mädchen sammelten sich hinter dem Dorf, tanzten und sangen: "Schöner Frühling! Sag, woher bist Du gekommen?" Nur Schneeflöckchen wurde plötzlich traurig. "Was ist denn mit dir, mein Lieblingskind?" - fragte Maria - "Bist du krank? Warum bist du so traurig? Hat dich ein schlechter Mensch gekränkt? Schneeflöckchen antwortete ihr aber jedes Mal: "Es geht mir gut, liebe Großmutter! Ich bin gesund."
Der Frühling vertrieb den letzten Schnee. Wiesen und Gärten wurden von ihm mit Blumen bedeckt. Die Nachtigall fing an zu singen. Alles wurde lebendig. Nur die arme Schneeflöckchen suchte Schatten, wie ein Maiglöckchen unter dem Baum. Sie wurde ganz traurig und mied ihre Freundinnen. Einzig das Bad in der kalten Quelle an der Wiese brachte ihr Freude und richtig froh war sie nur, wenn es regnete. Dann wurde sie lustig. Eines Tages kamen dicke Wolken und brachten Hagel. Schneeflöckchen war so froh darüber, als ob es Perlen waren. Als der Hagel aber unter den Sonnenstrahlen wieder zu tauen begann, weinte Schneeflöckchen so bitterlich, wie eine Schwester um ihren Bruder.
Der Frühling ging zu Ende. Die Mädchen vom Dorf wollten in den Wald spazieren gehen. Sie kamen zu Schneeflöckchen und baten Großmutter Maria, ob Schneeflöckchen mit ihnen gehen könnte. Maria aber wollte nicht, dass Schneeflöckchen das Haus verließ. Auch Schneeflöckchen selbst wollte nicht mit in den Wald. Doch da überlegte Maria: "Vielleicht bekommt sie dort bessere Laune." So zog sie doch Schneeflöckchen hübsch an, küsste sie und sagte: "Geh, mein Kind. Amüsiere dich doch ein bisschen mit den anderen!"
Dann trug sie den anderen Mädchen auf, auf Schneeflöckchen gut acht zu geben:
"Seid vorsichtig! Schneeflöckchen ist meine einzige Freude..."
"Gut, gut" - antworteten alle in gläcklicher Stimmung, holten Schneeflöckchen und gingen zusammen mit ihr in den Wald. Dort fertigten sie sich Blumenkränze, machten Blumensträußchen und sangen fröhliche Lieder. Schneeflöckchen war die ganze Zeit mit ihnen zusammen.
Als es aber zu dämmern begann, zündeten die Mädchen ein Feuer aus trockenem Gras und Ästen an. Dann standen sie in einer Reihe und mit einem Lied begannen sie, eine nach der andern, äber das Feuer zu springen. Schneeflöckchen war die Letzte in der Reihe. Nach und nach sprangen alle Mädchen, bis Schneeflöckchen an der Reihe war, dann hörten sie hinter sich ein klagendes Geräusch:
"Au, au ..." Sie schauen sich erschrocken um. Wo war Schneeflöckchen?
"Wahrscheinlich hat sie sich vor uns versteckt!" - Sie suchen sie überall. Aber sie war nirgendwo. Die Mädchen riefen und riefen. Keiner antwortete. "Wohin konnte sie verschwinden?" - fragen die Mädchen. "Wahrscheinlich ist sie heim gelaufen". Sie gingen ins Dorf, aber Schneeflöckchen war auch dort nicht. Man suchte sie am nächsten Tag und auch am dritten. Der ganze Wald wurde abgesucht, jeder Baum, jeder Strauch. Keine Spur war von Schneeflöckchen zu finden.
Niemand wusste, dass Schneeflöckchen während des Sprunges über das Feuer geschmolzen war. Sie verwandelte sich in ein dünnes Wölkchen und als leichtes Dämpfchen flog sie zu den Wolken in den Himmel.
Lange, lange weinten Iwan und Maria. Lange Zeit noch ging die arme Alte in den Wald, suchte nach Schneeflöckchen und rief:
"Schneeflöckchen, meine Liebste“
Oft schien es, als ob sie wie mit einem Windhauch leise die Stimme von Schneeflöckchen hörte: "Au, au ...". Doch Schneeflöckchen ward nie wieder gesehen.
Frohe Weihnachten 2009 wuenscht
Gert
Schneeflöckchen
Vor langer Zeit lebte der Bauer Iwan mit seiner Frau Maria. Sie liebten sich und lebten miteinander in Harmonie. Und doch waren sie nicht glücklich, denn sie hatten keine Kinder. Die Zeit verging und sie wurden immer älter. Vor Kummer wurden sie ganz traurig und das Einzige, was ihnen Freude bereitete, war den Kindern anderer Leute zuzuschauen.
Eines Tages hatte es im Winter stark geschneit. Die Kinder liefen auf der Strasse herum und spielten im Schnee. Die beiden Alten nahmen am Fenster Platz, um sich am Anblick der Kinder zu erfreuen. Die Kinder liefen vergnügt umher, spielten und begannen einen Schneemann zu bauen. Da überlegte Iwan und sprach zu Maria: "Wie wäre es, komm, wir bauen auch einen Schneemann!" Maria gefiel die Idee: "Warum nicht? Wir spielen auch ein bisschen. Wir wollen aber keinen Schneemann bauen, sondern ein Schneemädchen. Gott hat uns kein lebendiges Kind gegeben, deshalb bauen wir uns eins aus Schnee!"
"Wahrhaftig eine gute Idee" erwiderte Iwan, setzte seine Mütze auf und ging mit der Frau in den Hof. Dort machten sie sich an die Arbeit. Sie bauten aus Schnee einen Körper mit Armen und Beinen, setzten einen runden Schneeball darauf und formten aus diesem einen Kopf. "Grüß Euch Gott. Was macht Ihr da?" - fragte ein Mann, der vorbei kam.
"Ich grüße Euch. Seht selbst, das ist unser ... Schneeflöckchen" - antwortete Maria und lachte. Da machten sie ein Näschen, einen Mund und plötzlich... kam warmer Atem aus dem Mund des Schneemädchens. Es öffnet seine Augen und die waren von reinstem Blau und die Lippen wurden zu tiefem Rot und begannen, freundlich zu lächeln. Da neigte Schneeflöckchen den Kopf, als ob es lebendig war, und wackelte mit Armen und Beinen wie ein Wickelkind.
"Was ist das? Das kann doch nicht wahr sein“ murmelte Iwan und bekreuzigte sich. "Ach, Iwan, Iwan!" - rief Maria aus und zitterte vor Freude. "Gott hat uns ein Kind geschenkt!" Maria küsste Schneeflöckchen und umarmte sie. Da fiel der Schnee vom Mädchen ab wie eine gesprengte Eierschale, und es stand ein lebendiges Mädchen vor ihnen. "O, mein liebes Schneeflöckchen!" Maria freute sich unendlich und führte das Mädchen ins Haus. Iwan konnte das Wunder noch gar nicht begreifen und folgte ihnen.
Seitdem lebte Schneeflöckchen bei Iwan und Maria. Sie wuchs schnell und wurde schöner von Tag zu Tag. Lange Zeit lebten sie glücklich und nun besuchten viele Kinder ihr Haus. Schneeflöckchen spielte und sang mit ihnen, und diese lehrten sie alles, was sie selbst wussten. Schneeflöckchen war brav und klug, lernte und merkte sich alles schnell.
Bis zum Ende des Winters wuchs sie heran zu einem dreizehnjähriges Mädchen, das bereits alles verstand wie eine junge Frau. Man konnte mit ihr äber alles sprechen oder ihr den ganzen Tag zuhören, weil sie so eine wunderschöne Stimme hatte. Und sie war immer freundlich zu allen und bescheiden. Im Haushalt half sie Maria bei aller Arbeit. Sie war wunderhübsch, die Haut weiß wie Schnee, die Augen blau wie Vergissmeinnicht, die Haare so lang, dass ihr Zopf bis zum Gürtel ging. Sie war immer gut gelaunt. Maria und Iwan waren sehr glücklich, besonders Maria. "Schau, Iwan!" - pflegte sie zu sagen - "Was für ein Geschenk haben wir von Gott in unserem Alter bekommen! Unser Kummer ist jetzt vorbei!"
Iwan antwortete: "Gott sei dank! Doch die Freude ist nicht ewig, so wie der Kummer nicht unendlich ist!"
Der Winter verging. Die Frühlingssonne blitzte fröhlich am Himmel und es wurde wieder wärmer. Auf den Wiesen erschien das erste Gras und die Vögelchen zwitscherten. Schöne Mädchen sammelten sich hinter dem Dorf, tanzten und sangen: "Schöner Frühling! Sag, woher bist Du gekommen?" Nur Schneeflöckchen wurde plötzlich traurig. "Was ist denn mit dir, mein Lieblingskind?" - fragte Maria - "Bist du krank? Warum bist du so traurig? Hat dich ein schlechter Mensch gekränkt? Schneeflöckchen antwortete ihr aber jedes Mal: "Es geht mir gut, liebe Großmutter! Ich bin gesund."
Der Frühling vertrieb den letzten Schnee. Wiesen und Gärten wurden von ihm mit Blumen bedeckt. Die Nachtigall fing an zu singen. Alles wurde lebendig. Nur die arme Schneeflöckchen suchte Schatten, wie ein Maiglöckchen unter dem Baum. Sie wurde ganz traurig und mied ihre Freundinnen. Einzig das Bad in der kalten Quelle an der Wiese brachte ihr Freude und richtig froh war sie nur, wenn es regnete. Dann wurde sie lustig. Eines Tages kamen dicke Wolken und brachten Hagel. Schneeflöckchen war so froh darüber, als ob es Perlen waren. Als der Hagel aber unter den Sonnenstrahlen wieder zu tauen begann, weinte Schneeflöckchen so bitterlich, wie eine Schwester um ihren Bruder.
Der Frühling ging zu Ende. Die Mädchen vom Dorf wollten in den Wald spazieren gehen. Sie kamen zu Schneeflöckchen und baten Großmutter Maria, ob Schneeflöckchen mit ihnen gehen könnte. Maria aber wollte nicht, dass Schneeflöckchen das Haus verließ. Auch Schneeflöckchen selbst wollte nicht mit in den Wald. Doch da überlegte Maria: "Vielleicht bekommt sie dort bessere Laune." So zog sie doch Schneeflöckchen hübsch an, küsste sie und sagte: "Geh, mein Kind. Amüsiere dich doch ein bisschen mit den anderen!"
Dann trug sie den anderen Mädchen auf, auf Schneeflöckchen gut acht zu geben:
"Seid vorsichtig! Schneeflöckchen ist meine einzige Freude..."
"Gut, gut" - antworteten alle in gläcklicher Stimmung, holten Schneeflöckchen und gingen zusammen mit ihr in den Wald. Dort fertigten sie sich Blumenkränze, machten Blumensträußchen und sangen fröhliche Lieder. Schneeflöckchen war die ganze Zeit mit ihnen zusammen.
Als es aber zu dämmern begann, zündeten die Mädchen ein Feuer aus trockenem Gras und Ästen an. Dann standen sie in einer Reihe und mit einem Lied begannen sie, eine nach der andern, äber das Feuer zu springen. Schneeflöckchen war die Letzte in der Reihe. Nach und nach sprangen alle Mädchen, bis Schneeflöckchen an der Reihe war, dann hörten sie hinter sich ein klagendes Geräusch:
"Au, au ..." Sie schauen sich erschrocken um. Wo war Schneeflöckchen?
"Wahrscheinlich hat sie sich vor uns versteckt!" - Sie suchen sie überall. Aber sie war nirgendwo. Die Mädchen riefen und riefen. Keiner antwortete. "Wohin konnte sie verschwinden?" - fragen die Mädchen. "Wahrscheinlich ist sie heim gelaufen". Sie gingen ins Dorf, aber Schneeflöckchen war auch dort nicht. Man suchte sie am nächsten Tag und auch am dritten. Der ganze Wald wurde abgesucht, jeder Baum, jeder Strauch. Keine Spur war von Schneeflöckchen zu finden.
Niemand wusste, dass Schneeflöckchen während des Sprunges über das Feuer geschmolzen war. Sie verwandelte sich in ein dünnes Wölkchen und als leichtes Dämpfchen flog sie zu den Wolken in den Himmel.
Lange, lange weinten Iwan und Maria. Lange Zeit noch ging die arme Alte in den Wald, suchte nach Schneeflöckchen und rief:
"Schneeflöckchen, meine Liebste“
Oft schien es, als ob sie wie mit einem Windhauch leise die Stimme von Schneeflöckchen hörte: "Au, au ...". Doch Schneeflöckchen ward nie wieder gesehen.
Frohe Weihnachten 2009 wuenscht
Gert
Sonntag, 4. Januar 2009
Man kann ja vieles ueber meine Zeit hier in Kiev sagen....
.....aber dass ich abgenommen habe oder hier zu wenig esse, das bestimmt nicht.
Dies habe ich dem Umstand zu verdanken, dass ich seit ein paar Wochen fast regelmaeszig zu Mittag esse und mich so taeglich mit Borschtsch, Blini und einer guten Schokoladentorte (was muss muss) fit halte.
Waere dieses Kantinenfutter wenigstens ab und an noch heisz koennte man es noch durchaus als genieszbar bezeichnen (wobei mir bei meinem Saumagen (8 Jahre Schulessen, noch Fragen...) kann man ja bald was vorsetzen....), doch sie sollten mich sehen wie ich mit meiner Gabel herumrenne und teste ob mein (und das von meiner Begleitung ) Essen noch gerade richtig heisz ist, sonst geht's auf einen Kurzbesuch Richtung Mikrowelle....und wenn man also fast jeden Tag zu Mittag ist und vielleicht am Abend auch noch irgendwo eingeladen ist (und man nicht gerade den Beruf eines Holzfaellers ausuebt) dann schaut man zwar nicht gerade krank aus, von einer deutlichen Gewichtszunahme oder einem Wohlstandsbauch ist aber noch nicht zu sprechen.
Ukrainische Frauen sehen das naturgemaesz anders. Letztes Mal traf ich eine Bekannte die ich in unregelmaeszigen Abstaenden sehe und die paar Saetze die wir miteinander wechselten gingen ungefaehr so:
- Gert, Du hast zugenommen!
* Hm...Aehh....?!
- Ich habe es bemerkt.
Sie sehen, ich bin der Koenig des Small Talks aber ich frage sie was soll man in einer solchen Situation groszartig sagen? Die UkrainerInnen die ich kenne sind meistens sehr direkt; das ist auf der einen Seite gut so koennte man meinen denn man wueszte dann woran man mit seinem Gegenueber ist. Doch wenn ich ihnen sage, dass sich ukrainische Standpunkte und Meinungen so schnell aendern wie der Wind (sodass beim naechsten Treffen mit meiner oben erwaehnten Bekannten sie mich wahrscheinlich fuer einen Skispringer haelt...) sich dreht so untertreibe ich nur und halte mich noch zurueck. Fakt ist, man braucht einen elends langen Atem um nur irgendwie zu erkennen woran man selbst und was Sache ist. Steht man vom Tisch auf und glaubt irgendeine Einigung erzielt zu haben so kann man sich nur in einem sicher sein, dass der ukrainische Gegenpart seine Meinung noch mindestens fuenfmal aendern wird nur um Schluss gleich alles in Frage zu stellen und dann nichts macht.
Der jetzige "Gasstreit" zwischen der Ukraine und Russland ist ein hervorragendes Beispiel (wobei ich nochmal sehr kurz zusammenfasse: Seit 1. Jaenner 2009 9 Uhr Kiev Zeit liefert Russalnd kein Gas mehr fuer die Ukraine, auf Grund des fehlenden Vertrages für das Jahr 2009. Russland hatte der Ukraine den Gaspreis von 250 USD je 1000 Kubikmeter angeboten (im Jahr 2008 waren es 180 USD). Nach Auffassung der Ukraine sollte der Gaspreis aber nur 201 USD je 1000 Kubikmeter liegen und so kam es zu einer Pattstellung, die es schon einmal im Jahr 2006 gab als Russland die Gaslieferung in die Ukraine drastisch reduzierte und diese Auswirkungen auch in Westeuropa spuerbar waren. So, waehrend vom russichen Gaskonzern Gaszprom nach zukuenftigen Alternativrouten Richtung Westeuropa gesucht wird, man bereits erste Lieferrueckgaenge in den EU Staaten spuert, man der Ukraine Diebstahl von Gas fuer Westeuropa vorwirft, ukrainische Spitzenpolitker Amtskollegen im uebrigen Europa versichern dies nicht zu tun, wird von russischer Seite aus erwartet, dass die Ukraine jetzt beginnend fuer das Jahr 2009 den westeuropaischen Preis von 418 USD je 1000 Kubikmeter bezahlt und nicht die geplanten 250 USD und schon gar nicht die vorgeschlagenen 201 USD und beide Seiten wollen jetzt dass die EU zu vermitteln beginnt) dafuer was in meiner kleinen und doch immer wieder interessanten ukrainischen Welt tagtaeglich so passiert (doch dafuer hat kein CNN Reporter Zeit...).
Mich lassen die Auseinandersetzung zwischen diesen beiden Nachbarstaaten im wahrsten Sinne des Wortes kalt denn viel eisiger (laut meiner Lieblingsvermieterin ist alles in Ordnung doch ich weisz nicht so recht...) kann es in meiner Wohnug nicht mehr werden; doch ich wollte schon immer wissen wie man in einem Iglu so lebt und noch habe ich alle Zehen (was zB ein Reinhold Messner nicht behaupten kann...). Die Ukraine selbst verfuegt ueber genug Gas um die Geschichte zu ueberstehen und falls nicht ist kalt duschen ja nicht so ganz ungesund und ich brat mir dann mein Schnitzel nicht auf meinem Gasherd sondern ueber meinem Kaminfeuer meint
Gert
Dies habe ich dem Umstand zu verdanken, dass ich seit ein paar Wochen fast regelmaeszig zu Mittag esse und mich so taeglich mit Borschtsch, Blini und einer guten Schokoladentorte (was muss muss) fit halte.
Waere dieses Kantinenfutter wenigstens ab und an noch heisz koennte man es noch durchaus als genieszbar bezeichnen (wobei mir bei meinem Saumagen (8 Jahre Schulessen, noch Fragen...) kann man ja bald was vorsetzen....), doch sie sollten mich sehen wie ich mit meiner Gabel herumrenne und teste ob mein (und das von meiner Begleitung ) Essen noch gerade richtig heisz ist, sonst geht's auf einen Kurzbesuch Richtung Mikrowelle....und wenn man also fast jeden Tag zu Mittag ist und vielleicht am Abend auch noch irgendwo eingeladen ist (und man nicht gerade den Beruf eines Holzfaellers ausuebt) dann schaut man zwar nicht gerade krank aus, von einer deutlichen Gewichtszunahme oder einem Wohlstandsbauch ist aber noch nicht zu sprechen.
Ukrainische Frauen sehen das naturgemaesz anders. Letztes Mal traf ich eine Bekannte die ich in unregelmaeszigen Abstaenden sehe und die paar Saetze die wir miteinander wechselten gingen ungefaehr so:
- Gert, Du hast zugenommen!
* Hm...Aehh....?!
- Ich habe es bemerkt.
Sie sehen, ich bin der Koenig des Small Talks aber ich frage sie was soll man in einer solchen Situation groszartig sagen? Die UkrainerInnen die ich kenne sind meistens sehr direkt; das ist auf der einen Seite gut so koennte man meinen denn man wueszte dann woran man mit seinem Gegenueber ist. Doch wenn ich ihnen sage, dass sich ukrainische Standpunkte und Meinungen so schnell aendern wie der Wind (sodass beim naechsten Treffen mit meiner oben erwaehnten Bekannten sie mich wahrscheinlich fuer einen Skispringer haelt...) sich dreht so untertreibe ich nur und halte mich noch zurueck. Fakt ist, man braucht einen elends langen Atem um nur irgendwie zu erkennen woran man selbst und was Sache ist. Steht man vom Tisch auf und glaubt irgendeine Einigung erzielt zu haben so kann man sich nur in einem sicher sein, dass der ukrainische Gegenpart seine Meinung noch mindestens fuenfmal aendern wird nur um Schluss gleich alles in Frage zu stellen und dann nichts macht.
Der jetzige "Gasstreit" zwischen der Ukraine und Russland ist ein hervorragendes Beispiel (wobei ich nochmal sehr kurz zusammenfasse: Seit 1. Jaenner 2009 9 Uhr Kiev Zeit liefert Russalnd kein Gas mehr fuer die Ukraine, auf Grund des fehlenden Vertrages für das Jahr 2009. Russland hatte der Ukraine den Gaspreis von 250 USD je 1000 Kubikmeter angeboten (im Jahr 2008 waren es 180 USD). Nach Auffassung der Ukraine sollte der Gaspreis aber nur 201 USD je 1000 Kubikmeter liegen und so kam es zu einer Pattstellung, die es schon einmal im Jahr 2006 gab als Russland die Gaslieferung in die Ukraine drastisch reduzierte und diese Auswirkungen auch in Westeuropa spuerbar waren. So, waehrend vom russichen Gaskonzern Gaszprom nach zukuenftigen Alternativrouten Richtung Westeuropa gesucht wird, man bereits erste Lieferrueckgaenge in den EU Staaten spuert, man der Ukraine Diebstahl von Gas fuer Westeuropa vorwirft, ukrainische Spitzenpolitker Amtskollegen im uebrigen Europa versichern dies nicht zu tun, wird von russischer Seite aus erwartet, dass die Ukraine jetzt beginnend fuer das Jahr 2009 den westeuropaischen Preis von 418 USD je 1000 Kubikmeter bezahlt und nicht die geplanten 250 USD und schon gar nicht die vorgeschlagenen 201 USD und beide Seiten wollen jetzt dass die EU zu vermitteln beginnt) dafuer was in meiner kleinen und doch immer wieder interessanten ukrainischen Welt tagtaeglich so passiert (doch dafuer hat kein CNN Reporter Zeit...).
Mich lassen die Auseinandersetzung zwischen diesen beiden Nachbarstaaten im wahrsten Sinne des Wortes kalt denn viel eisiger (laut meiner Lieblingsvermieterin ist alles in Ordnung doch ich weisz nicht so recht...) kann es in meiner Wohnug nicht mehr werden; doch ich wollte schon immer wissen wie man in einem Iglu so lebt und noch habe ich alle Zehen (was zB ein Reinhold Messner nicht behaupten kann...). Die Ukraine selbst verfuegt ueber genug Gas um die Geschichte zu ueberstehen und falls nicht ist kalt duschen ja nicht so ganz ungesund und ich brat mir dann mein Schnitzel nicht auf meinem Gasherd sondern ueber meinem Kaminfeuer meint
Gert
Montag, 29. Dezember 2008
Wenn sie jetzt glauben....
....dass ich waehrend der bevorstehenden Weihnachtsfeierlichkeiten ganz sentimental werde, dann liegen sie vollkommen richtig.
Vaeterchen Frost (Дед Мороз) ist der osteuropaeische Weihnachtsmann und bringt demnach auch in der Ukraine allen am 31.12. die Geschenke. Er wird von einem kleinen Mädchen, seiner (so sagt man) Enkelin Snegurotschka („Schneeflöckchen“), begleitet.
Am 31.12. deswegen da an diesem Abend das Jolkafest gefeiert wird, die noch aus der Sowjetunion stammende atheistische Version des russisch-orthodoxen Weihnachtsfestes (welches ja laut offiziellem julianischen Kalender in der Nacht vom 6. auf den 7. Jaenner stattfindet (wobei der 7. Jaenner ein Feiertag ist) da in Zeiten des Kommunismus die christlichen Feiertage es nicht so einfach hatten (oder noch immer haben) und man so eben die Silvesternacht waehlte.
In der Neujahrsnacht werden also die Geschenke (in der Nacht vom 6. auf den 7. Jaenner feiert man eher still und im kleineren Kreis) verteilt und grosze Feste im Familienkreis gefeiert. In den kleineren Staedten und am Land gibt es noch dazu kleinere Braeuche oder Spiele an diesem Abend die vor allem die Jugend in ihren Bann zieht und groesztenteils hat es mit einem spaeteren Eheleben zu tun. So haette der Journalist, der George W. Bush mit Schuhwuerfen dessen Irak Politik kommentierte gute Chancen bei einem Brauch mitzumachen bei dem man einen Schuh ueber das Haus in dem gefeiert wird wirft und je nach dem wohin die Schuhspitze zeigt, in dieser Himmelsrichtung man seine spaetere Ehefrau (oder Ehemann) finden wird.
Auch ein mehr oder weniger lustiger Zeitvertreib ist es, dass die unverheirateten Gaeste vom hintersten Zimmer aus des Hauses oder der Wohnung in die man zum Jolkafest eingeladen wurde jeweils abwechselnd (dh der erste Schritt vom ersten unverheirateten Gast, der zweite vom naechsten Gast, bis sich das wieder zu wiederholen beginnt) und der oder diejenige die mit ihrem Schritt die Schwelle der Eingangstuer erreicht wird als naechste heiraten....
So vertreibt man sich die Zeit bis Vaeterchen Frost mit Geschenken auftaucht, eine bekannte Maerchengestalt, wie zum Beispiel diese Erzaehlung beweist (gefunden auf "www.nachrussland.de"):
Vaeterchen Frost
Es war einmal vor langer Zeit in einem weit entfernten Land ein Mann mit seiner Frau. Beide waren bereits zuvor verheiratet gewesen, doch ihre früheren Eheleute waren gestorben und so hatten sie wieder geheiratet. Beide hatten aus ihrer fräheren Ehe je eine Tochter. Die Tochter der Frau war böse und gemein, während die Tochter des Mannes lieb und sanft war. Die Frau liebte nur ihre eigene Tochter und ließ ihre Stieftochter den ganzen Tag hart arbeiten. Das Mädchen musste das ganze Haus alleine putzen und wurde von der Stiefmutter oft geschlagen. Doch dennoch hasste die Frau die Tochter des Mannes von Tag zu Tag mehr.
Eines Tages, mitten in einem harten, kalten Winter, beschloss die Stiefmutter, dass das arme Mädchen in den tiefen Wald gebracht und sich selbst überlassen werden sollte.
Der Vater des Mädchen wollte das natürlich nicht, doch seine Frau war so boshaft und herrisch, dass er mittlerweile Angst vor ihr hatte, seine Tochter tatsächlich mit in den Wald nahm und sie dort alleine ließ. Einsam und verlassen saß das Mädchen nun unter einem Baum. Doch schon nach kurzer Zeit hörte sie ein Knacken von Zweigen und kurz darauf eine Stimme, die sprach:„Frierst Du, liebes Kind ?“ Das Mädchen erkannte die Stimme als die von Väterchen Frost und antwortete: „Nein, Väterchen Frost. Mir ist nicht kalt.“ Da fragte er sie nochmals und noch mal und kam näher und näher zu dem Kind. Das Mädchen antwortete jedes mal, dass ihr warm sei, doch das arme Kind dauerte dem Väterchen so sehr, dass er es in einen weichen, prächtigen Mantel wickelte, die ganze Nacht wärmte und es am Morgen mit Geschenken überhäufte. Dem Vater bedauerte seine böse Tat inzwischen und kam am nächsten Tag in den Wald zurück, um seine Tochter zu retten und freute sich sehr, als er sie nicht nur lebendig, sondern auch warm bekleidet und mit großen Reichtümern beladen fand. Beide kehrten nach Hause zurück. Als sie wieder da waren und die Stiefmutter die Reichtümer des Mädchens sah, wollte sie sofort, dass auch ihre eigene Tochter in den Wald gebracht und dort eine Nacht verbringen solle. Natürlich hoffte sie, dass auch ihre Tochter reich beschenkt zurückkommen würde. Also ging der Mann in den Wald und ließ die Tochter der Frau dort zurück. Doch als er sie am nächsten Morgen holen wollte, erschrak er. Nicht beladen mit Reichtum, sondern kalt gefroren war der Leib des bösen Mädchens. Er brachte ihren Leichnam der bösen Frau zurück, nahm seine eigene Tochter bei der Hand und zog von der bösen Stiefmutter für immer fort. Und wenn er und das Mädchen nicht gestorben sind, so leben sie noch heute.
Vaeterchen Frost hat schon gewusst wie es geht meint
Gert
Vaeterchen Frost (Дед Мороз) ist der osteuropaeische Weihnachtsmann und bringt demnach auch in der Ukraine allen am 31.12. die Geschenke. Er wird von einem kleinen Mädchen, seiner (so sagt man) Enkelin Snegurotschka („Schneeflöckchen“), begleitet.
Am 31.12. deswegen da an diesem Abend das Jolkafest gefeiert wird, die noch aus der Sowjetunion stammende atheistische Version des russisch-orthodoxen Weihnachtsfestes (welches ja laut offiziellem julianischen Kalender in der Nacht vom 6. auf den 7. Jaenner stattfindet (wobei der 7. Jaenner ein Feiertag ist) da in Zeiten des Kommunismus die christlichen Feiertage es nicht so einfach hatten (oder noch immer haben) und man so eben die Silvesternacht waehlte.
In der Neujahrsnacht werden also die Geschenke (in der Nacht vom 6. auf den 7. Jaenner feiert man eher still und im kleineren Kreis) verteilt und grosze Feste im Familienkreis gefeiert. In den kleineren Staedten und am Land gibt es noch dazu kleinere Braeuche oder Spiele an diesem Abend die vor allem die Jugend in ihren Bann zieht und groesztenteils hat es mit einem spaeteren Eheleben zu tun. So haette der Journalist, der George W. Bush mit Schuhwuerfen dessen Irak Politik kommentierte gute Chancen bei einem Brauch mitzumachen bei dem man einen Schuh ueber das Haus in dem gefeiert wird wirft und je nach dem wohin die Schuhspitze zeigt, in dieser Himmelsrichtung man seine spaetere Ehefrau (oder Ehemann) finden wird.
Auch ein mehr oder weniger lustiger Zeitvertreib ist es, dass die unverheirateten Gaeste vom hintersten Zimmer aus des Hauses oder der Wohnung in die man zum Jolkafest eingeladen wurde jeweils abwechselnd (dh der erste Schritt vom ersten unverheirateten Gast, der zweite vom naechsten Gast, bis sich das wieder zu wiederholen beginnt) und der oder diejenige die mit ihrem Schritt die Schwelle der Eingangstuer erreicht wird als naechste heiraten....
So vertreibt man sich die Zeit bis Vaeterchen Frost mit Geschenken auftaucht, eine bekannte Maerchengestalt, wie zum Beispiel diese Erzaehlung beweist (gefunden auf "www.nachrussland.de"):
Vaeterchen Frost
Es war einmal vor langer Zeit in einem weit entfernten Land ein Mann mit seiner Frau. Beide waren bereits zuvor verheiratet gewesen, doch ihre früheren Eheleute waren gestorben und so hatten sie wieder geheiratet. Beide hatten aus ihrer fräheren Ehe je eine Tochter. Die Tochter der Frau war böse und gemein, während die Tochter des Mannes lieb und sanft war. Die Frau liebte nur ihre eigene Tochter und ließ ihre Stieftochter den ganzen Tag hart arbeiten. Das Mädchen musste das ganze Haus alleine putzen und wurde von der Stiefmutter oft geschlagen. Doch dennoch hasste die Frau die Tochter des Mannes von Tag zu Tag mehr.
Eines Tages, mitten in einem harten, kalten Winter, beschloss die Stiefmutter, dass das arme Mädchen in den tiefen Wald gebracht und sich selbst überlassen werden sollte.
Der Vater des Mädchen wollte das natürlich nicht, doch seine Frau war so boshaft und herrisch, dass er mittlerweile Angst vor ihr hatte, seine Tochter tatsächlich mit in den Wald nahm und sie dort alleine ließ. Einsam und verlassen saß das Mädchen nun unter einem Baum. Doch schon nach kurzer Zeit hörte sie ein Knacken von Zweigen und kurz darauf eine Stimme, die sprach:„Frierst Du, liebes Kind ?“ Das Mädchen erkannte die Stimme als die von Väterchen Frost und antwortete: „Nein, Väterchen Frost. Mir ist nicht kalt.“ Da fragte er sie nochmals und noch mal und kam näher und näher zu dem Kind. Das Mädchen antwortete jedes mal, dass ihr warm sei, doch das arme Kind dauerte dem Väterchen so sehr, dass er es in einen weichen, prächtigen Mantel wickelte, die ganze Nacht wärmte und es am Morgen mit Geschenken überhäufte. Dem Vater bedauerte seine böse Tat inzwischen und kam am nächsten Tag in den Wald zurück, um seine Tochter zu retten und freute sich sehr, als er sie nicht nur lebendig, sondern auch warm bekleidet und mit großen Reichtümern beladen fand. Beide kehrten nach Hause zurück. Als sie wieder da waren und die Stiefmutter die Reichtümer des Mädchens sah, wollte sie sofort, dass auch ihre eigene Tochter in den Wald gebracht und dort eine Nacht verbringen solle. Natürlich hoffte sie, dass auch ihre Tochter reich beschenkt zurückkommen würde. Also ging der Mann in den Wald und ließ die Tochter der Frau dort zurück. Doch als er sie am nächsten Morgen holen wollte, erschrak er. Nicht beladen mit Reichtum, sondern kalt gefroren war der Leib des bösen Mädchens. Er brachte ihren Leichnam der bösen Frau zurück, nahm seine eigene Tochter bei der Hand und zog von der bösen Stiefmutter für immer fort. Und wenn er und das Mädchen nicht gestorben sind, so leben sie noch heute.
Vaeterchen Frost hat schon gewusst wie es geht meint
Gert
Samstag, 13. Dezember 2008
Man braucht mir nicht zu sagen....
...........dass bald Weihnachten gefeiert wird denn jedes Jahr um diese Zeit wird es ganz anders in meinem Herzen wenn ich die festlichen Dekorationen sehe, die symphatisch eisglatten Gehsteige, den Tannenbaum am Maidanplatz ja dann (und speziell dann) faellt mir ein, dass in dieser vermeintlich besinnlichen Zeit, in der man hier Gott sei Dank von den Top 10 Weihnachtsliedern die man sonst in der Adventszeit ueberall auf der Welt hoert verschont wird (man sieht, die Ukraine hat auch ihre guten Seiten), ich doch noch etwas zu erledigen habe was ich auf keinen Fall vergessen darf.
Richtig: genau in dieser Zeit, ja in ein und derselben Woche laeuft meine Arbeits bzw meine Aufenthaltsbewilligung ab und als Zugabe noch mein Mietvertrag.
Waere das Besorgen eines dieser Dokumente nicht schon Aufgabe genug so hat das Aufeinandertreffen aller drei Dokumente (ich sage auch:"Meeting of the Spirits" dazu) fuer mich denselben Effekt wie wenn allen Planeten in einer Reihe zur Sonne stehen wuerden und da ich gescheiterweise mir im letzten Jahr nicht genau aufgeschrieben habe welche Dokumente man in den diversen Behoerden abzugeben hat habe ich jetzt den Spasz (was aber gleichzeitig nicht bedeutet, dass ich mir heuer Notizen mache, die Spannung muss aufrecht erhalten bleiben).
Der erste Sieg ist mir gewiss, die Arbeitsbewilligung scheint so gut wie sicher und dies in einer fulminanten Rekordzeit (und dies ganz ohne Nachhilfe).
Richtig lustig wird es aber jetzt mit der Aufenthaltsbewilligung die in meinem schoenen Pass mittels des OBIR Stempels nachgewiesen wird. Letztes Jahr wurde es mir leicht gemacht, da kam eine Mitarbeiterin dieser Institution zu mir, ich gab alle Dokumente ab und drei Tage spaeter bekam ich Pass mit Stempel zurueck nur heuer scheitere ich anscheinend an den neuen Auslegungen der OBIR Leute. Kein Mensch wuerde zu mir kommen, keine Dokumente seien abzugeben, sondern man mueszte bei Ihnen auftauchen, einen Antrag ausfuellen und dann wird im Laufe der naechstfolgenden 10 Tage darueber entschieden ob und ueberhaupt und in der Zwischenzeit: "nichts genaues weisz man nicht". Waehrend ich mir zu dieser frohen Nachricht selbst gratuliere scheint mir der Mietvertrag momentan die geringste Sorge denn der wird wohl erstmal stillschweigend verlaengert und dann schriftlich erneuert werden; eine neue Klausel wuerde ich aber fuer das naechste Jahr doch reinschreiben wie zB "beste aller Vermieterinnen, bitte sagen Sie mir warum diese Einrichtungen an den Waenden (die ueberall auf der Welt als Heizkoerper bekannt sind) auch in Ihrer Wohnung aufzufinden sind wenn sie im Winter doch nur kalt bleiben?".
Ich kann nur froh sein, dass es hier im Raum Kiev noch nicht richtig kalt ist aber das kommt noch....(bei manchen meiner Bekannten ist es noch schlimmer, das schraubt man nicht nur die Leistung der Heizung herunter sondern bekommt auch momentan kein warmes Wasser....das haertet ab meine ich...). Geruechtenzufolge hat das Haus in dem ich wohne Schulden bei der Haeuserverwaltungsstelle (fuer den Bezirk in dem ich wohne) "Check", da angeblich viele Parteien ihre Stromrechnungen nicht bezahlt haben (so geschehen auch auf hoeherer Ebene zwischen Ukraine und Russland) und da wird (weil man angeblich das nicht anders einstellen kann) die Leistung fuer das gesamte Haus runtergeschraubt.
Man kann aber auch folgendes lesen:
Freitag, 12.12.2008
Teile von Kiew seit gestern ohne Warmwasser
Kiewenergo hat gestern begonnen das linke Dneprufer und Teile des rechten von der Wärmeversorgung abzutrennen. Schritt für Schritt werden nun zwei Heizkraftwerke auf Null heruntergefahren. Das Unternehmen begründet dies mit verringerten Gaslieferungen aufgrund der Schulden von Kiewenergo in Höhe von 347 Mio. Grywnja (ca. 34,7 Mio. Euro; bei den Nachrichten von “Inter” waren es über 500 Mio. Grywnja – ca 50 Mio. Euro, beiKorrespondent.net mehr als 700 Mio. Grywnja – ca. 70 Mio. Euro) gegenüber der Tochter von “Naftogas Ukrainy”, die sich aufgrund der fehlenden Überweisungen aus dem Budget der Stadtergeben haben. Ukrainische Kommunen sind per Gesetz dazu verpflichtet die Differenz zwischen realen Kosten und festgesetzten Preisen auszugleichen.
Dies führte heute zu Reaktionen von Seiten der Regierungschefin, die behauptete seit zwei Tagen kein Gas zu haben und den Bürgern Kiews empfahl einen besseren Bürgermeister zu wählen. Präsident Juschtschenko forderte eine baldige Lösung des Problems und empfahl die Schulden notfalls mit neuen Krediten zu tilgen. Tschernowezkij wies gleichzeitig jegliche Schuld von sich und erklärte heute in seiner wöchentlichen Livesendung (“Stunde des Bürgermeisters”) beim Kiewer Stadtsender, dass die Verringerung der Gaslieferungen eine politische Entscheidung ist, um ihn zu beseitigen. Gleichzeitig konnte er den Beschluss des Kiewer Schiedsgerichts präsentieren, demnach es “Naftogas Ukrainy” und deren Töchtern verboten ist, die Gaslieferungen für die hauptstädtische Wärmeversorgung zu reduzieren. Beim Nachrichtensender “24” behauptete er mit “reinem Gewissen”, dass “die Stadt Kiew ‘Naftogas Ukrainy’ keine Kopeke schuldet”.
Der Pressesprecher von “Naftogas Ukrainy”, Wladimir Trikolitsch, hingegen empfahl Kiewenergo auf einer Pressekonferenz (Nachrichtensender 24) von Gas auf Kohle oder Masut umzustellen. Niemand zwinge Kiewenergo zur Nutzung von Gas. “Naftogas Ukrainy” ist, seinen Worten nach, nicht dazu verpflichtet, Gas gratis abzugeben.
Nachfolgend schaltete sich noch die Kiewer Staatsanwaltschaft in die Angelegenheit ein, da die Abschaltung der Wärmeversorgung gegen das Gesetz “Zur Wärmeversorgung” verstößt. Sie ordnete nach Überprüfung des Vorganges “Kiewgas” sofort an, die Gasversorgung wieder herzustellen.
Wenn es sogar der Julia Timoschenko zu kalt wird dann reichts wirklich meint
Gert
Richtig: genau in dieser Zeit, ja in ein und derselben Woche laeuft meine Arbeits bzw meine Aufenthaltsbewilligung ab und als Zugabe noch mein Mietvertrag.
Waere das Besorgen eines dieser Dokumente nicht schon Aufgabe genug so hat das Aufeinandertreffen aller drei Dokumente (ich sage auch:"Meeting of the Spirits" dazu) fuer mich denselben Effekt wie wenn allen Planeten in einer Reihe zur Sonne stehen wuerden und da ich gescheiterweise mir im letzten Jahr nicht genau aufgeschrieben habe welche Dokumente man in den diversen Behoerden abzugeben hat habe ich jetzt den Spasz (was aber gleichzeitig nicht bedeutet, dass ich mir heuer Notizen mache, die Spannung muss aufrecht erhalten bleiben).
Der erste Sieg ist mir gewiss, die Arbeitsbewilligung scheint so gut wie sicher und dies in einer fulminanten Rekordzeit (und dies ganz ohne Nachhilfe).
Richtig lustig wird es aber jetzt mit der Aufenthaltsbewilligung die in meinem schoenen Pass mittels des OBIR Stempels nachgewiesen wird. Letztes Jahr wurde es mir leicht gemacht, da kam eine Mitarbeiterin dieser Institution zu mir, ich gab alle Dokumente ab und drei Tage spaeter bekam ich Pass mit Stempel zurueck nur heuer scheitere ich anscheinend an den neuen Auslegungen der OBIR Leute. Kein Mensch wuerde zu mir kommen, keine Dokumente seien abzugeben, sondern man mueszte bei Ihnen auftauchen, einen Antrag ausfuellen und dann wird im Laufe der naechstfolgenden 10 Tage darueber entschieden ob und ueberhaupt und in der Zwischenzeit: "nichts genaues weisz man nicht". Waehrend ich mir zu dieser frohen Nachricht selbst gratuliere scheint mir der Mietvertrag momentan die geringste Sorge denn der wird wohl erstmal stillschweigend verlaengert und dann schriftlich erneuert werden; eine neue Klausel wuerde ich aber fuer das naechste Jahr doch reinschreiben wie zB "beste aller Vermieterinnen, bitte sagen Sie mir warum diese Einrichtungen an den Waenden (die ueberall auf der Welt als Heizkoerper bekannt sind) auch in Ihrer Wohnung aufzufinden sind wenn sie im Winter doch nur kalt bleiben?".
Ich kann nur froh sein, dass es hier im Raum Kiev noch nicht richtig kalt ist aber das kommt noch....(bei manchen meiner Bekannten ist es noch schlimmer, das schraubt man nicht nur die Leistung der Heizung herunter sondern bekommt auch momentan kein warmes Wasser....das haertet ab meine ich...). Geruechtenzufolge hat das Haus in dem ich wohne Schulden bei der Haeuserverwaltungsstelle (fuer den Bezirk in dem ich wohne) "Check", da angeblich viele Parteien ihre Stromrechnungen nicht bezahlt haben (so geschehen auch auf hoeherer Ebene zwischen Ukraine und Russland) und da wird (weil man angeblich das nicht anders einstellen kann) die Leistung fuer das gesamte Haus runtergeschraubt.
Man kann aber auch folgendes lesen:
Freitag, 12.12.2008
Teile von Kiew seit gestern ohne Warmwasser
Kiewenergo hat gestern begonnen das linke Dneprufer und Teile des rechten von der Wärmeversorgung abzutrennen. Schritt für Schritt werden nun zwei Heizkraftwerke auf Null heruntergefahren. Das Unternehmen begründet dies mit verringerten Gaslieferungen aufgrund der Schulden von Kiewenergo in Höhe von 347 Mio. Grywnja (ca. 34,7 Mio. Euro; bei den Nachrichten von “Inter” waren es über 500 Mio. Grywnja – ca 50 Mio. Euro, beiKorrespondent.net mehr als 700 Mio. Grywnja – ca. 70 Mio. Euro) gegenüber der Tochter von “Naftogas Ukrainy”, die sich aufgrund der fehlenden Überweisungen aus dem Budget der Stadtergeben haben. Ukrainische Kommunen sind per Gesetz dazu verpflichtet die Differenz zwischen realen Kosten und festgesetzten Preisen auszugleichen.
Dies führte heute zu Reaktionen von Seiten der Regierungschefin, die behauptete seit zwei Tagen kein Gas zu haben und den Bürgern Kiews empfahl einen besseren Bürgermeister zu wählen. Präsident Juschtschenko forderte eine baldige Lösung des Problems und empfahl die Schulden notfalls mit neuen Krediten zu tilgen. Tschernowezkij wies gleichzeitig jegliche Schuld von sich und erklärte heute in seiner wöchentlichen Livesendung (“Stunde des Bürgermeisters”) beim Kiewer Stadtsender, dass die Verringerung der Gaslieferungen eine politische Entscheidung ist, um ihn zu beseitigen. Gleichzeitig konnte er den Beschluss des Kiewer Schiedsgerichts präsentieren, demnach es “Naftogas Ukrainy” und deren Töchtern verboten ist, die Gaslieferungen für die hauptstädtische Wärmeversorgung zu reduzieren. Beim Nachrichtensender “24” behauptete er mit “reinem Gewissen”, dass “die Stadt Kiew ‘Naftogas Ukrainy’ keine Kopeke schuldet”.
Der Pressesprecher von “Naftogas Ukrainy”, Wladimir Trikolitsch, hingegen empfahl Kiewenergo auf einer Pressekonferenz (Nachrichtensender 24) von Gas auf Kohle oder Masut umzustellen. Niemand zwinge Kiewenergo zur Nutzung von Gas. “Naftogas Ukrainy” ist, seinen Worten nach, nicht dazu verpflichtet, Gas gratis abzugeben.
Nachfolgend schaltete sich noch die Kiewer Staatsanwaltschaft in die Angelegenheit ein, da die Abschaltung der Wärmeversorgung gegen das Gesetz “Zur Wärmeversorgung” verstößt. Sie ordnete nach Überprüfung des Vorganges “Kiewgas” sofort an, die Gasversorgung wieder herzustellen.
Wenn es sogar der Julia Timoschenko zu kalt wird dann reichts wirklich meint
Gert
Mittwoch, 10. Dezember 2008
Ich werde seit Tagen....
....das Gefuehl nicht los, dass irgendwo ueber meinem Kopf, an einem Zwirnfaden haengend, sich ein Monthy Phython 16 Tonnen Gewicht befindet, das nur darauf wartet herunter zu fallen. Waehrend ich also, "Gert guck die Luft" maeszig (um zu sehen was ueber meinem Kopf so los ist....immer noch besser als zu sehen was in meinem Kopf so passiert und daruber sind wir uns alle einig....) durch die Stadt spaziere und des Weiteren die lustige Zeit des Kiever Winterwetters


beginnt und da die Gehsteigraeumung noch in manchen Stadteilen (auszerhalb des Zentrums) als aeuszerst uncool gilt und bei meinen altersbedingten morschen Knochen ein Sturz ja gleich einem "Rettungsruf" gleichkommt kam mir der Gedanke (da die Versicherung meines Heimatlandes das schoene Land Ukraine nicht mit einschlieszt), dass ich mich privat versichern lasse nachdem ich schon seitdem ich hier bin eigentlich ohne Versicherungsschutz herumlaufe. Ja ich werde alt, ich werde feig!
Es ist ja hier nicht so, dass, wenn man auf der Strasze (oder Gehsteig) zusammengefuehrt wird, niemand auftaucht und einen rettet nur gibt es da doch einige Unterschiede von wem und wie gut. Deshalb gibt es wie ueberall sonst auch die Moeglichkeit ein solches Angebot wesentlich zu verbessern, naemlich in Form einer Zusatzversicherung.
Versicherung, dies klingt zwar einfach, ist es auf der anderen Seite aber nicht (was ist schon einfach in der Ukraine....).
Fast alle Versicherungsanstalten akzeptieren naemlich keine Individualpersonen als Versicherungsnehmer. Sehr gern gesehen wird naemlich nur der Umstand, dass zB ein ukrainischer Arbeitgeber in der Versicherungsgesellschaft auftaucht und sagt:"Ich will fuer meine 100 Angestellten ein Versicherungspaket bei Ihnen abschlieszen, wie geht das?" (und das muss schon ein sehr sehr netter Arbeitgeber sein...).
Wenn man das grosze Glueck hat bei einer Gesellschaft zu arbeiten, die das fuer ihre Angestellten (noch) nicht macht dann kann man jeden Abend beten, dass man gesund wieder nach Hause kommt oder man faengt an zu telephonieren, zu telephonieren und ach ja, zu telephonieren, wie man den Versicherungsschutz doch erreichen koennte.
Und wenn man Glueck hat und man Gesellschaften findet, die einen als Privaten nehmen wuerden beginnt folgendes Spiel:
Wenn man sachte nachfragt: "Koennen Sie mir bitte eine Uebersicht ueber ihre Leistung und die Versicherungspraemie per Email zuschicken" hoert man, dass das nicht so leicht geht, denn man mueszte zuerst zur Versicherungsgesellschaft kommen um dort eine Gesundheitstest zu machen und erst danach schreibt man die Praemie fest.
"Wie lange wird das dauern“?
„Das haengt davon ab wie der Test verlaeuft!“
"Ich will aber diesen Kosmonautentest nicht machen, mir fehlt die Zeit dafuer!"
„Ja dann auf Wiedersehen.“
Oder:
"Hoeren Sie, ich habe mir Ihr Angebot durchgeschaut, ich brauche keine Massage (zumal es nicht der Form der Massage entspricht, die ich meine), Akkupunktur, Grippeimpfung, Injektionen, usw.....nein ich will nur dass mich ein Krankenwagen irgendwo verletzt aufklaubt oder mit irgendeinem Bruch von zu Hause abholt und in ein Krankenhaus bringt und ich dort erstversorgt bzw stationaer behandelt werde und das war es schon".
„Dies bereitet der Staat ja auch vor und wenn sie mehr wollen.....nein so leicht geht das nicht“.
Dass der Staat dem Buerger so ein mehr oder weniger Service zur Verfuegung stellt stimmt schon nur ist dieser Umstand in der Ukraine (wie so vieles) mit Geld verbunden, dh wird man abgeholt musz man dafuer zahlen, man bekommt bessere Medikamente auch nur gegen Bezahlung, usw, usw....
Eine Gesellschaft habe ich gefunden, die meinen Vorstellungen halbwegs nahe kommt;
Und jetzt kommts: EUR 420.- wuerde mich dies fuer ein Jahr kosten, dafuer, dass ich nicht irgendwann mal nach einem etwaigen Unfall sondern gleich abgeholt werde (zumindest hoffe ich am gleichen Tag, es ist nicht so wie sie es kennen, dass ein paar Minuten nach dem Anruf ein Wagen auftaucht, da koennen Stunden vergehen.....) nicht in irgendein Kranhenhaus komme sondern in ein Krankenhaus wo ich hoffentlich gleich nach meiner Ankunft (und hoffentlich nicht erst am naechsten Tag) drankomme.
Das ist viel Geld, gehoert aber noch immer zu den guenstigsten Angeboten; von den Leuten die ich hier in Kiev kenne ist praktisch niemand privat versichert; ein kleiner Teil ueber den Arbeitgeber, der groeszte Teil jedoch gar nicht.
Dies waren also meine Gedanken (ja, ab und zu denke ich auch...) waehrend ich mir ueberlegte mir den Spitznamen „Die Hard“ zuzulegen meint
Gert
beginnt und da die Gehsteigraeumung noch in manchen Stadteilen (auszerhalb des Zentrums) als aeuszerst uncool gilt und bei meinen altersbedingten morschen Knochen ein Sturz ja gleich einem "Rettungsruf" gleichkommt kam mir der Gedanke (da die Versicherung meines Heimatlandes das schoene Land Ukraine nicht mit einschlieszt), dass ich mich privat versichern lasse nachdem ich schon seitdem ich hier bin eigentlich ohne Versicherungsschutz herumlaufe. Ja ich werde alt, ich werde feig!
Es ist ja hier nicht so, dass, wenn man auf der Strasze (oder Gehsteig) zusammengefuehrt wird, niemand auftaucht und einen rettet nur gibt es da doch einige Unterschiede von wem und wie gut. Deshalb gibt es wie ueberall sonst auch die Moeglichkeit ein solches Angebot wesentlich zu verbessern, naemlich in Form einer Zusatzversicherung.
Versicherung, dies klingt zwar einfach, ist es auf der anderen Seite aber nicht (was ist schon einfach in der Ukraine....).
Fast alle Versicherungsanstalten akzeptieren naemlich keine Individualpersonen als Versicherungsnehmer. Sehr gern gesehen wird naemlich nur der Umstand, dass zB ein ukrainischer Arbeitgeber in der Versicherungsgesellschaft auftaucht und sagt:"Ich will fuer meine 100 Angestellten ein Versicherungspaket bei Ihnen abschlieszen, wie geht das?" (und das muss schon ein sehr sehr netter Arbeitgeber sein...).
Wenn man das grosze Glueck hat bei einer Gesellschaft zu arbeiten, die das fuer ihre Angestellten (noch) nicht macht dann kann man jeden Abend beten, dass man gesund wieder nach Hause kommt oder man faengt an zu telephonieren, zu telephonieren und ach ja, zu telephonieren, wie man den Versicherungsschutz doch erreichen koennte.
Und wenn man Glueck hat und man Gesellschaften findet, die einen als Privaten nehmen wuerden beginnt folgendes Spiel:
Wenn man sachte nachfragt: "Koennen Sie mir bitte eine Uebersicht ueber ihre Leistung und die Versicherungspraemie per Email zuschicken" hoert man, dass das nicht so leicht geht, denn man mueszte zuerst zur Versicherungsgesellschaft kommen um dort eine Gesundheitstest zu machen und erst danach schreibt man die Praemie fest.
"Wie lange wird das dauern“?
„Das haengt davon ab wie der Test verlaeuft!“
"Ich will aber diesen Kosmonautentest nicht machen, mir fehlt die Zeit dafuer!"
„Ja dann auf Wiedersehen.“
Oder:
"Hoeren Sie, ich habe mir Ihr Angebot durchgeschaut, ich brauche keine Massage (zumal es nicht der Form der Massage entspricht, die ich meine), Akkupunktur, Grippeimpfung, Injektionen, usw.....nein ich will nur dass mich ein Krankenwagen irgendwo verletzt aufklaubt oder mit irgendeinem Bruch von zu Hause abholt und in ein Krankenhaus bringt und ich dort erstversorgt bzw stationaer behandelt werde und das war es schon".
„Dies bereitet der Staat ja auch vor und wenn sie mehr wollen.....nein so leicht geht das nicht“.
Dass der Staat dem Buerger so ein mehr oder weniger Service zur Verfuegung stellt stimmt schon nur ist dieser Umstand in der Ukraine (wie so vieles) mit Geld verbunden, dh wird man abgeholt musz man dafuer zahlen, man bekommt bessere Medikamente auch nur gegen Bezahlung, usw, usw....
Eine Gesellschaft habe ich gefunden, die meinen Vorstellungen halbwegs nahe kommt;
Und jetzt kommts: EUR 420.- wuerde mich dies fuer ein Jahr kosten, dafuer, dass ich nicht irgendwann mal nach einem etwaigen Unfall sondern gleich abgeholt werde (zumindest hoffe ich am gleichen Tag, es ist nicht so wie sie es kennen, dass ein paar Minuten nach dem Anruf ein Wagen auftaucht, da koennen Stunden vergehen.....) nicht in irgendein Kranhenhaus komme sondern in ein Krankenhaus wo ich hoffentlich gleich nach meiner Ankunft (und hoffentlich nicht erst am naechsten Tag) drankomme.
Das ist viel Geld, gehoert aber noch immer zu den guenstigsten Angeboten; von den Leuten die ich hier in Kiev kenne ist praktisch niemand privat versichert; ein kleiner Teil ueber den Arbeitgeber, der groeszte Teil jedoch gar nicht.
Dies waren also meine Gedanken (ja, ab und zu denke ich auch...) waehrend ich mir ueberlegte mir den Spitznamen „Die Hard“ zuzulegen meint
Gert
Abonnieren
Posts (Atom)