Sonntag, 3. Februar 2008

Ras, dva tri, heite fohr ma Ski!

Kiev liegt genau 179 Meter über dem Meeresspiegel und rundherum sind in den vergangenen paar tausend Jahren keine Berge gewachsen und man sieht nichts als endlose Weiten.

Trotzdem verfügt Kiev über ein großes Schigebiet, wo man wahrscheinlich eine Wochenkarte lösen müßte, um alle Abfahrten zu erkunden. Man sieht es sogar von meiner Wohnug aus, das St. Moritz in Kiev, der „Protasiv Var“ (bitte achten sie auf den weißen Fleck im Hintergrund).



Wir schreiben das Jahr 2008, genauer gesagt Februar und was liegt da näher als das die „Austrian Community“



(- wo ich stolzes Mitglied bin - besteht schon ein paar Jahre und veranstaltet jeden Monat zumindest einen Stammtisch, wo wir uns in einem Lokal am Andrevskyj Spusk treffen – hat einen, nicht nur Österreich überschreitenden Grenzradius) in der Ukraine ebendort - am (wahrscheinlich) Hausberg von Kiev - einen „Fassdaubenlauf" - veranstaltet.

Fassdaubenlauf, was ist das schnell (besser gesagt überhaupt), fragen sie sich, passen sie auf:
Man kämpft sich mit einer uralten Skiausrüstung (Holzski aus Fässern) den Berg hinunter und das im Team, paarweise (eine grandiose und ausführliche Erklärung wie ich finde...)!
Comprende?

Da ich zu spät zum Treffpunkt kam, wurde ich leider Gottes keinem Team zugeteilt und mußte mit dem Apresski beginnen, traf aber gleich ein paar Bekannte, die mein schweres Schicksal teilten und wir tranken alle brav Tee mit einem Schluck Schnaps (oder war es umgekehrt....).

Doch der Skigott war mir hold und ich konnte trotzdem teilnehmen und belegte mit meiner Partnerin den hervorragenden 29. Platz (von wie vielen Parkplätzen möchte ich gar nicht sagen, doch wir waren mit Nummer 27, nach unserem Lauf die Führenden)!

Blick vom Berg aus ins Tal (falls sie es nicht gleich erkennen, im Hintergrund liegt Kiev)



Schlüsselstelle (bitte beachten sie das Schuhwerk der Läuferin)



Ich kann nur sagen, die Steilhangausfahrt war die Hölle meint

Gert

Ps: Bitte sehen sie hier meine Teampartnerin im Fassdaubenlauf; ich war lang nicht mehr in Österreich, bitte helfen sie mir weiter, Herr und Frau Stammleser, aus welchem Teil aus Österreich kommt die schnell (sie hat gesagt sie kommt aus Indien aber ich weiß nicht so recht.....)?!

Samstag, 2. Februar 2008

Wenn man so wie ich.....

.......ein aufmerksamer Beobachter der ukrainischen Radiolandschaft ist, dann hört man einiges an Musik (NoNa.....größtenteils gemischt von ukrainischer Musik bis russchischer, bis hin zu internationaler Musik, die sich meistens alle 3 Stunden wiederholt....) und hin und wieder Berichte, wo vor allem in letzter Zeit ein Name ständig vorkam:

Olga Konstyantynivna Kurylenko



(so, bevor jetzt der Stammleser nervös am Sessel hin und her rutscht, weil er oder sie zu wissen glaubt, dass Konstyantynivna der zweite Vorname ist, so sage ich schon jetzt dazu nein!)

Kurze Erklärung: Konstyantynivna ist der Vatersname; jetzt fragen sie sich, was ist denn bitte der Vatersname? Passen sie auf: Auf den Vorname des Vaters wird -"owitsch", "-ewitsch" und manchmal -"itsch" für die männlichen Vornamen angehängt bzw. -"owna" oder -"ewna" sowie -"itschna", -"initschna" fuer die weiblichen Vornamen, alles klar...und eben die ukrainische Variante dazu -"owytsch" oder -"ewytsch" (männlich), -"iwna" (weiblich), so wie bei Olga Konstyantynivna, wo zu erkennen ist, dass ihr Vater höchstwahrscheinlich Konstantin heißt und spricht man eine Person an, so verwendet man neben dem Vornamen den Vatersnamen) die ihreszeichen das Bond Girl im neuen James Bond Film "Quantum of Solace", spielen wird, der im heurigen Herbst in den USA Premiere feiern wird und in einigen ausgewählten Laendern an zahlreichen DVD Märkten wahrscheinlich schon früher......

Olga Konstyantynivna ist die einzige ukrainische Schauspielerin die ich kenne, welche mehr oder weniger international bekannt ist oder besser gesagt ab Herbst bekannt sein wird. Eigentlich kenne ich auch keinen international bekannten Schauspieler aus der Ukraine (und dass die Klitschko Brüder bei einer "Tempo - Werbung" mitgespielt haben, zählt nicht so ganz....).

Damit Herr und Frau Stammleser aber schon jetzt das wissen, was andere vielleicht erst in einem Jahr interessiert, lesen sie eine kurze (und so traurige in den ersten Jahren...) Biographie (von imdb.com - in einer solchen Situation muss man darauf vertrauen was andere so gefunden (bzw er-) haben...deswegen lasse ich den Text auf Englisch damit ich den Sinn nicht verändere so (zB schreibt der Autor -ovna als Endung des Vaternamens) und der Autor mich nicht verklagt.... es kann aber auch daran liegen, dass ich zu faul für die Übersetzung war....) über diese attraktive Frau, von denen es ja hier in Kiev so viele gibt......

Kurzbiographie

Olga Kurylenko, a Ukrainian-born actress and model who grew up in poverty sharing a Soviet communal flat, is now starring as Bond girl opposite Daniel Craig.

She was born Olga Konstantinovna Kurylenko on November 14, 1979, in Berdyansk, Ukraine, Soviet Union. Her father, Konstantin Kurylenko, left the family soon after her birth. After a bitter divorce, her mother, Marina Alyabysheva, struggled to survive as an art teacher.

Young Olga Kurylenko was brought up by her grandmother, Raisa. During her youth, Olga had a humbling experience of living in poverty in four rooms shared by six adults and several children; she had no choice but to wear rags and had to darn the holes on her sweater.

At age 13, Olga and her mother made a trip to Moscow. There she was scouted by an agent who approached her at a subway station and offered a job as a model. Initially, Olga's mother was suspicious, but eventually Olga made a good career choice and took training as a model in Moscow. She also studied art, languages and took piano and dance lessons. By age 16, she was ready for the next step. She moved to Paris, learned French in six months, and was signed by the Madison agency. At age 18, Olga appeared on the cover of Glamour, then she graced magazine covers of Elle, Madame Figaro, Marie Claire, and Vogue, and also became the face of Lejaby lingerie.

In 1999, Olga married her friend, French photographer Cedric van Mol, albeit they divorced two years later.

Her newly obtained freedom and a French passport allowed her to travel and work in the West. Olga presented herself to an acting agency. Eventually, she swapped the catwalk for celluloid, and her acting career took off. In 2005 she made her film debut as Iris, a sensual beauty in Annulaire, L' (2005) by director Diane Bertrand.

Olga's cinematic roles have been notably steamy, and her natural beauty and explicit nudity attracted the attention of the male audiences.

She appeared opposite Elijah Wood in Paris, je t'aime (2006) and as Sofia in Serpent, Le (2006), then co-starred as Russian beauty Nika Boronina opposite Timothy Olyphant in Hitman (2007). Olga is billed as Camille, the Bond girl in Quantum of Solace (2008), a sequel to Casino Royale (2006).

IMDb Kurz-Biographie von: Steve Shelokhonov
http://german.imdb.com/name/nm1385871/bio

Und hier noch ein paar Photos zur Beruhigung (oder auch nicht....)





Es war schwer im Internet Photos von Olga Konstyantynivna zu finden wo sie mehr anhat als einen Bikini oder Dessous aber für die Stammleser habe ich keine Mühen gescheut und diese schwere, undankbare, fast unlösbare Aufgabe übernommen, meint

Gert Petrowitsch

Dienstag, 29. Januar 2008

Gestern am Morgen.......

.........gegen 7.56 Uhr (also mitten in der Nacht), rief mich meine Vermieterin an, um mir mitzuteilen, dass sie wieder in meinem (eigentlich ihrem) Apartment sein wird, weil eine Alarmanlage eingebaut werden soll.

Dies stellt aber nicht die erste kleine Umbauarbeit in der Wohnug dar. Letzte Woche wurde die Duschkabine nochmal mit Silikon verfugt, wobei mir nie aufgefallen ist, dass da jemals Wasser ausgetreten ist aber seis drum. Ebenfalls letzte Woche wurde das obere Schloss meiner Wohnungstür ausgetauscht (sehr sehr sehr zu meiner Überraschung). Doch faiererweise blieb es unabgesperrt und der Schlüssel lag mit einer Notiz am Schreibtisch. Beide Arbeiten wurden vom Herrn Papa der Vermieterin durchgeführt, sie erinnern sich, dass ist der ehemalige Flugzeugpilot in der sowjetischen Streitmacht (ob der jemals einen "Code Red" befohlen hat.....ich muss ihn einmal fragen, was das russische Pendant dazu ist.....). Aber dies nur nebenbei, zurück zum Anruf zu dieser unchristlichen Uhrzeit.

Der Dialog fand auf Englisch statt (bitte beachten sie meine gepflegte Ausdrucksweise auf TOEFL - Test Niveau):

Good morning Gert!
Hm....!?
Gert, Ineedtofixsomethingintheapartment! (ich glaub sie spricht es so, wie sie es schreibt)
What?
Ineedtofixit! (als sie das sagte, wuszte ich, es wird ein hervorragender Tag.....)
What?!
I'll come to the apartment with some workers and we will install the security system!
Hm....!?

Und dann kamen noch ein paar Sätze bla bla bla bla ba und das war's. Die Begeisterung war groß!

Eigentlich sollte ich mich freuen über das neue Überwachungssystem obwohl diese Wohnung sicher sein sollte!

Ich bin durch eine Gittertür vom allgemeinen Stiegenhaus getrennt (dies hat wahrscheinlich mehrere Gründe: Entweder es soll so ausschauen, dass ich hier eingesperrt bin oder man will unbedingt demnächst in der Zeitung lesen: ".........und hier Nachrichten aus Kiev...... ein 48jähriger "Leider Nein Rockmusiker" aus Österreich konnte sich nicht aus seiner brennenden Wohnug befreien, da er die Schlüssel für die Gittertür nicht fand. Anscheined war er hier eingesperrt....."), die Wohnungstür hat zwei Schlösser (von denen ich sogar die Schlüssel habe) und unten beim Eingang sitzt immer jemand und schaut wer ein und ausgeht, in diesem ehrenwerten Haus (das ist so ein Radl von 4 Personen, also 24 Stunden besetzt wobei davon auszugehen ist, dass ich für 100 USD eine Haus bzw Wohnungsführung bekomme und für 1000 USD alle Schlüssel - aber dies nur nebenbei....).

So gesehen, ist dies mit dem Sicherheitssystem gar nicht mal so schlecht gemeint. Jetzt muss ich nur mehr noch die Codenummer "Memento"-mäßig tätowieren lassen.....

Die Nebeneffekte dieser Installierungsarbeiten war das Gejammere von Seiten der Vermieterin, dass sie und ihr Vater den ganzen Nachmittag in der Wohnung verbringen mussten, um auf mich zu warten. Mein Verständnis dafür war enden wollend. Ganz besonders schlecht fühlte ich mich für mein Verhalten, als ich bemerkte, dass sie meinen ganzen flüssigen Vorrat weggetrunken haben bzw Kleinigkeiten weggegessen haben und ich so noch einkaufen gehen musste........herrlich...).

Des Weiteren kam meine Vermieterin auf die tolle Idee, mein Computermodem auszustecken, da es sich ja über Tag Feuer fangen könnte (natürlich....... passiert täglich 10.000 Mal ..... allein in der Strasse wo ich wohne.....) wenn es die ganze Zeit angesteckt ist und sich so erhitzt. Diese, sicherlich von meiner Vermieterin wohl durchdachte, Aktion, hat dem Modem so gut gefallen, dass es die letzten zwei Tage nicht funktioniert hat und die Verhandlungen mit dem Internetanbieter waren von besonderer Güte meint

Gert

Mittwoch, 23. Januar 2008

Um der Wahrheit noch mehr gerecht zu werden.....

.....spazierte ich Sonntag Vormittag weiter zur ebenfalls besichtigungswürdigen St. Michaelskirche mit den goldenen Kuppeln, die ein Mönchskloster darstellt.







Ebenfalls im Mittelalter erbaut, ist sie dem Stadtheiligen von Kiew, überraschenderweise heißt der Michael, gewidmet, wurde aber, so wie die Sophienkathedrale, von den einfallenden Tartaren zerstört, im Barockstil wieder renoviert, dann aber ein paar Jahrhunderte später während der Sowjetzeit teilweise zerstört und schließlich im Jahr 2000 wieder aufgebaut und öffentlich zugänglich gemacht.

Es war gerade ein orthodoxer Gottesdienst im Gange, dem ich kurz beiwohnte. Nur diesmal ohne zu beichten meint

Gert

Montag, 21. Januar 2008

Um der Wahrheit gerecht zu werden......

gestern (haben sie nicht den Willi derderschlogn....), als ob mein Beschwerdeemail von letzter Woche, an eine (wetter-) entscheidende Stelle gelangt wäre, war ein sehr schöner Tag, der seinem Namen alle Ehre machte bzw am Vormittag war es so.

Mich der "senilen Bettflucht" ergebend, wachte ich schon zeitig in der Früh, gegen viertel nach acht, auf, viel zu früh für einen Sonntagmorgen - meistens schlafe ich mich bis 8.20 Uhr aus. Aber diesmal lohnte sich das frühe Aufstehen.

Getrieben von einem, durch die Sonnenstrahlen wieder erweckten Bewegungsdrang, unternahm ich auch gleich nach dem Frühstück einen ausgedehnten Spaziergang durch Kiev, den ich schon seit ein paar Wochen nicht mehr gemacht habe und gleich (um nicht zu sagen "schnurstracks") führte mich der Weg, durch den frisch verschneiten Tarasa Shevchenko - Park



(im Hintergrund, die im dezenten rot gehaltene Tarasa Shevchenko - Universität) pfeilgrad Richtung einer Sehenswürdigkeit die mir schon bei meinem ersten Kievbesuch überhaupt (knapp vor 10 Monaten) ins Auge gefalllen ist (doch ich habe überlebt).



Die Sophienkirche von Kiev mit ihrem Glockenturm.

So, jetzt: Geschichte muss sein! Also, Hefte herausnehmen und mitschreiben, passen sie auf!

Wie uns Wikpedia lehrt, zählt diese zum UNESCO Weltkulturerbe, deren Name sich von der Hagia Sophia herleitet. Erbaut Anfang des 11. Jhdts nach Christus, während der Regentschaft des Großfürsten Jaroslaw dem Weisen, wurde ihre spätere bedeutende Aufgabe dahin gerichtet, von der Weisheit des Christentums und der Macht der Kiever Rus (mittelalterlicher Großstaat mit eben Kiev als Zentrum) zu präsentieren. Dies wurde aber je beendet, mit dem Ende des erwähnten Reiches durch Einfälle der Mongolen und Tartaren, die auch in eine teilweise Zerstörung der Kirche führten.



Renoviert wurde sie wieder Jahrhunderte später, im Barockstil, konnte aber ihre alte Stärke nie zurückgewinnen, schon gar nicht in der Sowjetzeit.

Grotesk war auch die Situation nach dem Zerfall der Sowjetunion nach 1991, wo es zu Streitigkeiten zwischen den orthodoxen Kirchen verschiedener Patriachate über die Zugehörigkeit der Kathedrale kam; auch die ukrainsch katholische Kirche mischte sich ein. Der ukrainische Staat griff durch und schloss die Kirche für kirchliche Zwecke. Seitdem stellt sie ein Museum dar.



Übrigens, auf den Glockenturm da kann man über Treppen raufgelangen. Nicht so spannend, wie den Eiffelturm bis zur "deuxième étage" raufzusteigen aber es zahlt sich aus meint

Gert

Donnerstag, 17. Januar 2008

Ein wunderschöner Winter

Es ist sowas von deprimierend hier in Kiev, ich glaube in den letzten vier Monaten schien vielleicht drei Mal die Sonne. Alles grau in grau die ganze Zeit, manchmal sogar die Miniröcke (positiv, denn nur da gefällt mir diese Farbe.....).

Nein wirklich, so kann es nicht weiter gehen.... zum Verzweifeln....der Wodka hilft auch nicht mehr....

Da fiel mir in den letzten Tagen ein Lied ein, das wahrscheinlich meine letzte Rettung sein wird:

Lieber Gott, lass die Sonne wieder scheinen,
für Mama, für Papa und für mich!
Alle Kinder die großen und die kleinen,
haben Sehnsucht nach Sonne wie ich.

Wenn die Wolken, die grauen wieder weinen,
ja dann wein bestimmt auch ich.

Lieber Gott, lass die Sonne wieder scheinen,
für Mama, für Papa und für mich!

Der Text stammt nicht von Peter Turrini, wie jetzt viele von den Stammlesern wahrscheinlich vermuten, sondern laut Treffer Nummer 1 bei Google von Conny Froboess (in die wir alle in den 60er Jahren verliebt waren) und wir alle wissen: das Internet lügt nicht!

Da ich nie bei den "Wiener Sängerknaben" war, traue ich mir nicht zu dieses schöne Lied zu singen sondern vielmehr pfeife ich die Melodie nur so vor mich hin.

"Was, Du pfeifst das Lied, Gert?", fragen sich jetzt die interessierten Stammleser, die mich seit 1. Jaenner 2008 duzen dürfen (naja, mal sehen wie lange ich das zulasse)
"Ja und genau das habe ich gerade geschrieben."
"Und wo?"
"Eigentlich überall wenn ich Lust dazu habe."

Aha, ich weiß worauf sie hinauswollen, auf den Aberglauben in der Ukraine. Aber woher wissen sie, dass man in geschlossenen Räumen (also praktisch eh nirgends) nicht pfeifen darf, weil das Unglück bringt. Bilden sie sich etwa ohne mein Zutun weiter.....betrügen sie mich etwa?

Sie können es sich nicht vorstellen was da loß war, als ich mir das erste Mal diese Untat erlaubte. Bei diesen stundenlangen ukrainischen Belehrungen, dass man das nicht tun soll, da wär sogar der Mutter Theresa die Hand ausgerutscht.

Des Weiteren wurde ich kurz danach darauf hingewiesen, mein Geld nicht herumliegen zu lassen (so zB ein paar Papierscheine oder Münzen), jedenfalls nicht auf einem Tisch. Meine Entgegnung darauf, dass das kein Unglück bringt sondern eben nur von einem dann schnurstracks (schoenes Wort und doch so selten gebraucht) gestohlen wird, wurde nicht anerkannt, weil alle Ukrainer ehrlich sind (genau....).

Dass man weiters nicht über die Türschwelle die Haende schütteln soll, habe ich irgendwann schon einmal gehört und dann kamen noch ungefähr tausend andere Sachen mehr.

"Bist du eigentlich abergläubisch Gert?" (hören sie auf jetzt Fragen zu stellen..!)
Nein, momentan nicht, vielleicht im Sommer; ich hab jetzt keine Zeit dafür denn ich muss schauen, wo ich in diesem schönen Land 10000 Watt Glühbirnen bekomme, damit wenigstens in meinem Apartment es heller wird. Ich könnte ja meine Vermieterin fragen oder ihren Vater. Am besten ich ruf in meinem Apartment an, einer von den beiden wird sicher abheben meint


Gert

Freitag, 11. Januar 2008

Auch für 2008 gilt:

Wer Internet nutzen will, muss auch dafür bezahlen und da die Tradition in der Ukraine es genauso verlangt, ist das auch so hinzunehmen. Nur was nicht einzusehen war, ist, dass nach erfolgter Zahlung der Internetanbieter noch tagelang braucht um mein Internetkonto wieder zu aktivieren. Normalerweise funktioniert das ohne Probleme nur glaube ich, dass die alle noch vom Weihnachtsfest betrunken waren.

Dabei hat allein der Anfangsmonat dieses Jahres schon so viel zu bieten. Stellen Sie sich vor, die Spice Girls setzen ihre Welttournee in England fort und wer wenn nicht ich kann dies nicht erwarten (der Stammleser wahrscheinlich auch nicht) und will natürlich Konzertberichte lesen, nur wie denn bitte schön wenn man kein Internet hat!

Apropos erwarten. Meine Vermieterin war anscheinend auch schon ganz gespannt darauf, dass ich die Weihnachtsfeiertage in Österreich verbringe (ja ok ich war in Österreich, was soll ich tun. Ganz darf die Verbindung nicht abreißen zum "Land des zukünftigen Fußball - Europameisters" (naja wohl eher nicht aber ich freu mich schon auf drei interessante Spiele im Juni 2008 wo uns der Schiedsrichter wohl einen Elfmeter zupfeifen wird, sodass wir wenigstens einen Torschuss haben werden..... bella gerant alii tu felix Austria, nube!), wobei ich in den letzten Monaten gezählte zwei Mal die Newsseite des österreichischen Rundfunkes angeschaut habe und mir so interessante Artikel wie "St. Pölten hat den hässlichsten Bahnhof von Oesterreich" (nicht nur das, wie ich finde...) oder "Warum schwangere Frauen nicht umkippen koennen". Nun gut, wie sie sehen werden gern die ganz heißen Eisen angegriffen aber man darf sich nicht zu viel erwarten. Lassen wir das, wo war ich, ach ja Vermieterin und warten...).

Nicht dass sie mir das jemals direkt gesagt oder geschrieben hätte. Vielmehr hat sie sich hinter kryptischen Botschaften wie „Gerd,ineedtofixsomethingintheflat.Tomorrow.Ok!?“ versteckt. Genau so eine Botschaft erhielt ich von ihr über die Weihnachtsfeiertage, seltsam nicht wahr? Seltsam ist auch, dass sie sich anscheinend ein Mobiltelephon gekauft hat wo beim SMS schreiben die Leerzeichentaste fehlt aber das nur nebenbei. Konzentrieren wir uns lieber auf den Teil „ineedtofixsomethingintheflat“. „Was um alles in der Welt hat sie denn jetzt vor“ fragte ich mich selbst mit, wobei die Betonung auf „wieder“ liegt denn es war nicht das erste Mal, dass sie mehr oder weniger sich selbst in ihre (vermietete) Wohnung einlädt.

Aber im Dezember 2007 klang das noch ein wenig detailierter, so wie zB: „ Gert, das Internet wird umgestellt, ich bin morgen Vormittag zwischen 10 - 12 Uhr in der Wohnung!“

Meistens kommt sie auch nicht allein in die Wohnung, wie sie mir letzten Dezember erzählt hat sondern oft (eigentlich immer) mit ihrem Vater, den ich auch schon kennen lernen durfte. Laut eigenen Angaben war der vorher bei der russischen Armee, Militärpilot. Insgesamt hat der 17 Mal in seiner Dienstzeit den Stützposten gewechselt und er erzählte mir auch, dass er auch eine Zeit lang in der DDR stationiert war.

Dieser weilt momentan in Lettland wird aber sobald er wieder in Kiev ist, in der Wohnung ein paar Sachen reparieren. Mal schauen was das wird meint

Gert